Konzert am 7.6.2013 in der Stiftskirche Sinsheim

Ein Hauch von Frankreich

Konzert Stiftskirche Sinsheim 07 2013

(cr) Was für eine Faszination erwartete die Gäste am Freitag Abend, den 07. Juni 2013 in der Stiftskirche Sunnisheim. In dem ausverkauften Saal auf beiden Ebenen der ehemaligen Kirche stand zu Beginn nur ein rotes Akkordeon. Keine Technik, kein Mikrofon und keine Lautsprecher störte die Atmospäre. Nur dieses eine rote Akkordeon wartete auf seine Bestimmung. Und dann trat Asgard in den Raum und nahm vom ersten Moment an mit ihrer strahlenden fröhlichen Persönlichkeit ihr Publikum für sich ein.  Ihre klare helle Stimme und der warme Klang ihres Akkordeons erfüllte den Raum und mann begann von dem wunderbaren Flair Frankreichs zu träumen.

Ihr Vortrag der Chansons  von Edith Piaf bis Jacques Brel, George Brassens und Barbara, klangen nicht wie eine Interpretation, sondern Asgard machte sich diese Musik einfach zu Eigen. Mit der Leichtigkeit ihrer Stimme zerstreute sie die Sorgen des Alltags und sorgte bei ihrem Publikum für ein Hauch von Urlaubsstimmung.  Es wurde mit Begeisterung mitgesungen und jedes einzelne Stück mit grossem Applaus bedacht. Die tolle Akkustik und der Flair der alten Stiftskirche taten ihr Übriges dazu. Auch weitere Fans die keine Karten mehr bekommen hatten, harrten noch eine lange Weile im warmen sonnigen Stiftsgarten aus und lauschten den harmonischen Klängen. Nach zwei Stunden und drei Zugaben war dieses grossartige Konzert leider zu Ende und entliess die Gäste wieder in ihre Realität.

Sinsheim lokal Zum Bericht in der Sinsheim-lokal

Konzert am 18.5.2013 im Weiler Kesselhaus

Vom rosafarbenen Leben

Konzert Kulturzentrum Kesselhaus 05 2013
Foto: Veronika Zettler

Von Veronika Zettler Weil am Rhein.

Die Idee dazu hatte sie während einer Straßenmusik-Tour in Frankreich. Jetzt werden es schon 15 Jahre, dass die aus dem baden-württembergischen Kürnbach stammende Künstlerin Asgard mit Akkordeon und französischen Chansons quer durch Deutschland tourt. Am Samstag war sie im Weiler Kesselhaus zu erleben. Während sich im französischen Chanson vielerlei Wandlungen und Neuerungen vollzogen haben, verwöhnt Asgard ihr Publikum mit klassischem Purismus. Edith Piaf, Barbara, George Brassens " das Repertoire enthält alle große Namen. Und natürlich geht es immer um die Liebe, um alle Varianten und Stadien vom Anfang bis zum Ende, von der ersten Begegnung, wie sie Charles Trenet besingt, bis zu Jacques Brels Bitte "Ne me quitte pas" und der Bereitschaft zum Neustart mit Edith Piafs "Je ne regrette rien". Dazwischen bekommen die Besucher jede Menge vom rosafarbenen Leben zu hören: "La vie en rose", "Tu me fais tourner la tête", "Je t"attendrai" und wie die Schlager alle heißen. Ihren Gesang begleitet Asgard selbst auf dem Akkordeon. Dann gleitet die linke Hand virtuos über die Knöpfe des Bassregisters, während die rechte Zeit für ausladend dramatische Gesten findet. Schön anzusehen ist das. Wie das Konzert überhaupt Augen und Ohren gleichermaßen viel bietet. Mit ihrem schwarzen Kleid, mit Charme und Witz und einem Akkordeon, das fast eine Einheit mit ihr zu bilden scheint, versprüht Asgard einen Hauch von Zeitlosigkeit, der perfekt zum Repertoire passt. Aber Asgard ist eben nicht nur Sängerin und Musikerin, sondern auch routinierte Entertainerin. An ihren humorvollen Inhaltsangaben der Lieder hat das Publikum fast ebenso viel Spaß wie an der Musik selbst. "Asgard und Akkordeon" nennt sie ihr Programm, gerade so, als sei das Instrument gleichwertiger Partner in einem Duo und als würde es seine eigenen Erfahrungsberichte aus vielen nostalgischen Pariser Liebesjahrzehnten beisteuern. Die technischen Fertigkeiten kommen dabei nicht zu kurz: Welch überbordendes klangliches Volumen in dem Instrument steckt, erleben die Zuhörer eindrücklich bei den Instrumentalstücken, die Asgard im Wechsel zu den Chansons spielt, allen voran den beschwingten Musette-Walzern oder dem James-Last-Hit "Biskaya", der dank Asgards spielerischer Brillanz besonders viel Applaus erntet. Ihrer vielfachen Ermunterung zum Tanzen mag im dicht gefüllten Kesselhaus zwar allein schon aus Platzgründen niemand nachkommen, aber mitsingen und mitsummen, das machen die Zuhörer gerne. Am Schluss gibt es lang anhaltenden Beifall für eine rundum stimmige One-Woman-Show.

Weiler Zeitung, Verlagshaus Jaumann
Zum Bericht in der Weiler Zeitung

 

Schwelgerisch schöne Interpretationen

Konzert Kulturzentrum Kesselhaus 05 2013
Foto: Martina David-Wenk

Die Chanteuse Asgard wandelt mit ihrem Akkordeon im Kesselhaus in Weil am Rhein auf den Spuren von Piaf, Brel & Co.

Wo sonst als in Weil im Kesselhaus sind französische Chansons und Musettemelodien besser aufgehoben? Schließlich ist die französische Grenze fast in Spucknähe. Ein Abend mit französischer Musik ist ein Teil des grenzüberschreitenden Selbstverständnisses, das sich Weil am Rhein gerne verpasst. Dass Oberbürgermeister Wolfgang Dietz Gast einer solchen Veranstaltung ist, passt politisch in diesen Prozess der sich nach Frankreich öffnenden Stadt. Doch der Oberbürgermeister wird seine Samstagabendtermine nicht nur aus politischem Kalkül besetzen, ein Abend mit Akkordeon und den unvergesslichen Liedern von Edith Piaf oder Jacques Brel verspricht ein genüsslicher zu werden, jenseits aller Verpflichtungen.

Tatsächlich vermochte Asgard, einen Hauch der französischen Lebenskunst über die Grenze zu transferieren. Sie interpretierte Klassiker einer vergangenen Epoche. Zum Schwelgen schön waren diese Interpretationen, sie brauchte auch nicht viel: das Instrument und ihre glasklare und doch warme Stimme. Asgard besitzt eine herzliche Stimme, eine die gefangen nimmt und doch ist es mitunter schwierig, Klassiker, wie die Chansons Edith Piafs, möglichst detailgetreu nachzusingen. Und dies, obwohl die gelernte Schauspielerin und Sängerin über charmanten Liebreiz verfügt. Zu sehr ist die tiefe dramatische Stimme des Originals im Ohr. Asgard will und kann es nicht mit der Piaf aufnehmen, verbeugt sich stattdessen vor ihrem musikalischen Werk, was in diesem Falle die Grenze zur Beliebigkeit touchiert. Stücke wie "sous le ciel de Paris", oder "je ne regrette rien", sind Allgemeingut geworden, da hebt sie eine persönliche Interpretation wieder heraus.

Bei den Musettes-Walzern und instrumentalen Stücken fehlt diese Wiedererkennung. Dort ist es der Zauber des Unbekannten, der aufmerksam macht und diese Verbindung von Künstler und Publikum zu knüpfen vermag. Hier ist Leidenschaft und Musikalität spürbar, die Asgard auch bei ihren Vokalstücken aufblitzen lässt, die durch Erinnerung an das Original jedoch verdeckt sind. Es war ein Europaabend im Kesselhaus unweit der Grenze. Musik aus einer Epoche, in der die Versöhnung Europas Zentralanliegen nicht nur der deutschen und französischen Regierung war. Hier wurde der Geist einer Zeit heraufbeschworen, in der die französische Lebensart als erstrebenswert galt, erstrebenswerter als der angelsächsische Pragmatismus. Jacques Brels "ne me quitte pas" hielt den Vergleich mit dem Original übrigens aus. Der männlichen Verzweiflung stellt Asgard die weibliche entgegen, die muss nicht dunkel sein. Die darf hell und klar sein, wie ihre Stimme, die eben anders ist. Beifall im vollbesetzten Kesselhaus und zwei Zugaben.

Badische Zeitung Di, 21. Mai 2013
Zum Bericht in der Badischen Zeitung

 

Chansonabend, 5.4.2013 im Schloßkeller Emmendingen

In die Welt der Chansons entführt

Sängerin Asgard verzauberte die Zuhörer im Schlosskeller

Vergangenen Freitag sorgte Asgard, eine frankophile Sängerin, Akkordeonspielerin und Schauspielerin, für Begeisterung im Schlosskeller. Mimikstark gelang es ihr, die Zuhörer vom ersten Moment an auf eine Reise nach Frankreich zu entführen. Mit Chansons aus den verschiedensten  Epochen mit Stücken von Edith Piaf bis Jacques Brel überzeugte sie auf ganzer Linie. Das Akkordeon spielte sie nebenher, als ob es das einfachste der Welt wäre. Mit ihrer angenehm warmen Stimme zog sie schon bald die Zuhörer auf ihre Seite und lud zum Träumen ein. Asgard lebte viele Jahre in Frankreich und war dort des öfteren mit ihrem Rucksack unterwegs. Mit einer kurzen Einleitung und der zugehörigen Übersetzung machte sie den Schlosskeller zu einer kleinen französischen Enklave, mitten im schönen Emmendingen. Es wurde sehr kurzweiliger Abend und hob das Bild des Akkordeons in vielen Augen weit an. Seit Asgard 1998 den ersten Preis auf einem Straßenmusikantenwettbewerb gewann, gastiert sie in den verschiedensten Lokalitäten und bringt den Gästen Frankreich und französische Chansons ein wenig näher.

Text und Foto: Nicolas Ehrat (ET v. 10.04.13)
Zum Bericht Kulturbühne Emmendingen